Was sind „Kryptowährungen“?

Bitcoin (BTC) Ethereum (ETH) WTF?

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Bargeld ist das Zahlungsmittel, welches wir kennen. Mit 50€ oder 100€ scheinen trägst du es mit Dir. Zur Bezahlung von Gütern und Dienstleistungen. Wahrscheinlich handelt es sich dabei um das von Dir bevorzugte Zahlungsmittel, das Du laufend bei Käufen von Waren aller Art einsetzt. Obwohl das digitale Zeitalter längst begonnen hat, ist diese Form der Bezahlung immer noch die eindeutig beliebteste. Ob Scheine oder Münzen, Du reichst sie einfach dem Verkäufer, der das Geld nachzählt und Dir das Wechselgeld zurückgibt.

Im Gegensatz zum Bargeld zählen Kreditkarten, EC-Karten, Guthabenkarten oder Gutscheine zu den nicht-physischen Zahlungsmitteln. Diese Bargeldalternativen existieren klarerweise immer noch in körperlicher Form, in dem Sinne, als dass Du sie anfassen kannst. Das zugrunde liegende Geld befindet sich jedoch an einem anderen Ort meist dem Konto oder ist digital vorhanden. Bei jeder Bezahlung benutzt Du das Zahlungsmittel und greifst in dein Portemonnaie auf das Geld zu: Bei EC- oder Kreditkarten befindet sich das Geld auf einem Bankkonto, ist aber mit der jeweiligen Karte verbunden. Auf der anderen Seite besitzen Gutscheine, Guthabenkarten oder Ähnliches ein bestimmtes Geldlimit, das für Käufe verwendet werden kann. In einigen Fällen, wie beispielsweise bei EC- oder Kreditkarten, kann das Zahlungsmittel so lange roulierend eingesetzt werden, wie es mit dahinter liegendem Geld verknüpft ist.

Die dritte und am schnellsten wachsende Form von Geld ist bekannt als Kryptowährung. Stell Dir vor Du hast die Option Deine Einkäufe vollständig in digitaler Form zu bezahlen, ohne dass ein Rückschluss auf Deine Person möglich ist. Dabei bleibst Du nicht nur komplett anonym, sondern bist auch nicht dem Problem schwankender Wertigkeiten von physischem Geld ausgesetzt. Schließlich unterliegt dieses täglichen Fluktuationen und ist somit an einem Tag mehr, an einem anderen Tag weniger wert.

Was genau ist nun eine Kryptowährung und was macht sie besonders?

Beide Fragen sind sehr gerechtfertigt:

Unter einer Kryptowährung wird eine digitale Währung verstanden, die auf verschiedene Verschlüsselungstechniken aufbaut. Diese haben eine Maximalanzahl an „Hashes“, was bedeutet, dass sich immer nur eine bestimmte Menge der Kryptowährung im Umlauf befinden kann. Daraus folgt, dass jede digitale Münze („Altcoin“) lediglich ein virtueller Code ist, dem ein monetärer Wert zugeordnet ist. Dieser kann schließlich zur Bezahlung bestimmter Waren verwendet werden.

Zum besseren Verständnis der Funktionsweise von Kryptowährungen bietet sich ein Blick in deren Geschichte an:

Historisch betrachtet haben Kryptowährungen ihren Ursprung in den 90er Jahren, als das Internet einen großen Entwicklungsprozess durchmachte und nicht mehr nur als Freizeitinstrument verwendet wurde. Im Jahr 1998 erschuf der chinesische Entwickler Wei Dai den ersten Prototypen einer Kryptowährung namens „B-money“. Obwohl dieser vielversprechend aussah, konnte keine sichere Produktionsweise gefunden werden, die eine einfache Vervielfältigung verhindern würde. Bereits kurze Zeit später entwickelte Nick Szabo ein Kryptowährung, die auf den Namen „Bit Gold“ lautete und wie Bitcoin und weitere Kryptowährungen später auf dem Proof-of-Work-Prinzip aufbaute. Dieser Codierungs-Mechanismus verhinderte es, dass die Währung auf einfache Weise und in großer Stückzahl vervielfältigt werden konnte.

Im Jahr 2009 wurde von einem Programmierer, der unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto agierte, die Kryptowährung „Bitcoin“ entwickelt.

Diese baut auf der Hash-Funktion SHA-256 auf, welche eine natürliche Weiterentwicklung älterer System war, die bei „Bit Gold“ oder „B-money“ zur Anwendung kamen. Wiederum unter Zuhilfenahme des Proof-of-Work-Prinzips konnten Vervielfältigungsversuche annähernd zur Gänze ausgeschlossen werden.

Innerhalb von zwei Jahren nach der Einführung von Bitcoin setzte sich die Kryptowährung weltweit als dezentrale Währung durch. Schnell folgte die Entwicklung von Alternativen, die allesamt den gleichen Mechanismus wie Bitcoin hatten. Namecoin, Litecoin, Peercoin und andere wurden von Bitcoin abgeleitet, auch wenn sich ihre Funktionsweisen und Anwendungen von anderen Kryptowährungen unterschieden. Schließlich kamen gar „witzige“ oder humoristische Ansätze in der Szene auf. So wurden Währungen wie „Dogecoin“, „Pandacoin“ und selbst „Trumpcoin“ immer bekannter und auch gehandelt. Dies ging so weit, dass diese Kryptowährungen sogar einen monetären Wert hatten, obwohl deren Namen und Entwicklungsgrund selbstredend albern und nicht ernst zu nehmen waren.

All diese Kryptowährungen zeichnen sich durch eines aus: Allesamt besitzen sie einen gewissen monetären Wert, da sie weder kopiert, vervielfältigt oder schlichtweg aus dem Nichts erschafft werden können.

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